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Philosophische Zitate aus Antike und Mittelalter

Plotin: Enneade IV 8 [6], 6, 1-16

Original:

Πρόοδος (Prohodos) – Das Eine als Quelle der Entstehung von alles Seiendem
Εἴπερ οὖν δεῖ μὴ ἓν μόνον εἶναι – ἐκέκρυπτο γὰρ ἂν πάντα μορφὴν ἐν ἐκείνῳ οὐκ ἔχοντα, οὐδ᾿ ἂν ὑπῆρχέ τι τῶν ὄντων στάντος ἐν αὑτῷ ἐκείνου, οὐδ᾿ ἂν τὸ πλῆθος ἦν τῶν ὄντων τούτων τῶν ἀπὸ τοῦ ἑνὸς γεννηθέντων [...] – τὸν αὐτὸν τρόπον οὐδὲ ψυχὰς ἔδει μόνον εἶναι μὴ τῶν δι᾿ αὐτὰς γενομένων φανέντων, εἴπερ ἑκάστῃ φύσει τοῦτο ἔνεστι τὸ μετ᾿ αὐτὴν ποιεῖν καὶ ἐξελίττεσθαι οἷον σπέρματος ἔκ τινος ἀμεροῦς ἀρχῆς εἰς τέλος τὸ αἰσθητὸν ἰούσης, μένοντος μὲν ἀεὶ τοῦ προτέρου ἐν τῇ οἰκείᾳ ἕδρᾳ, τοῦ δὲ μετ᾿ αὐτοῦ [...] χωρεῖν δὲ ἀεί, ἕως εἰς ἔσχατον μέχρι τοῦ δυνάτου τὰ πάντα ἥκῃ αἰτίᾳ δυνάμεως [...] οὐδὲν περιιδεῖν ἄμοιρον αὑτῆς δυναμένης.

Quelle: Plotin: Enneade /Enneade (enn.) IV 8 [6], 6, 1-16.
Edition: N.N.

Themen:

  • Das Eine
  • Das Seiende
  • Gott und die Welt
  • Antike Philosophie II

Wenn es nun notwendig ist, dass es nicht nur eines gibt – denn sonst wäre alles in ihm verborgen, ohne eine Gestalt zu haben, und nichts Seiendes existierte, während jenes in sich selbst ruht, und es gäbe die Menge dieses Seienden, das vom Ersten gezeugt wurde nicht [...] – dann war es auf dieselbe Weise auch notwendig, dass nicht nur die Seelen sind, ohne dass das von ihnen Erzeugte erscheint, weil ja jeder Natur dies innewohnt, dass sie das nach ihr Liegende bewirkt und sich entfaltet, so wie ein Same, der aus einem ungeteilten Anfang bis ans sinnlich wahrnehmbare Ziel voranschreitet. Dabei bleibt das Frühere immer an seinem eigenen Ort, das nach ihm Kommende [...] schreitet aber weiter, bis zum Letzten hin alles, soweit es möglich ist, gelangt durch eine Fähigkeit [...], die nichts zu sehen vermag, was an ihr keinen Teil hat.

Übersetzer: N.N.