Original:
Der Apostel Paulus betont sehr dezidiert die Bedeutung des Glaubens für den Christen
21 Νυνὶ δὲ χωρὶς νόμου δικαιοσύνη θεοῦ πεφανερώται [...], 22 δικαιοσύνη δὲ θεοῦ διὰ πίστεως Ἰησοῦ Χριστοῦ εἰς πάντας τοὺς πιστεύοντας. οὐ γὰρ ἐστιν διαστολή, 23 πάντες γὰρ ἥμαρτον. [...] 4 τῷ δὲ ἐργαζομένῳ ὁ μισθὸς οὐ λογίζεται κατὰ χάριν ἀλλὰ κατὰ ὀφείλημα, 5 τῷ δὲ μὴ ἐργαζομένῳ πιστεύοντι δὲ [...] λογίζεται ἡ πίστις αὐτοῦ εἰς δικαιοσύνην.
Quelle:
Bibel, Neues Testament (Paulus von Tarsus):
Römerbrief
/
ΠΡΟΣ ΡΩΜΑΙΟΥΣ
/
Pauli epistula ad Romanos
(
Röm.)
3, 21f.; 4, 4f.
Edition: Novum testamentum Graece. Begründet von E. und E. Nestle. Heraugegeben von B. und K. Aland / J. Karavidopoulos / C. M. Martini / B. M. Metzger, 28. revidierte Auflage, Stuttgart 2012 (griech.).
Auslegung:
Auch dieser Text gehört zu den zentralen neutestamentlichen Aussagen über den Glauben (vgl. Zitate Nummer 54-56). Unter Verweis auf den Glauben Abrahams (Zitat Nummer 54) betont Paulus, dass sich die Gerechtigkeit Gottes an alle richtet, die glauben, da alle gleichermaßen gesündigt und daher kein Anrecht auf einen Lohn haben. Daher betont Paulus am Ende des Zitats, dass die Gerechtigkeit, die jemand aus Glauben erlangt, letztlich auf der Gnade Gottes beruht. Dadurch etabliert Paulus den Zusammenhang von Glaube und Gnade, der insbesondere für die augustinische Tradition im lateinischen Christentum und später für den Protestantismus zentral werden wird.
Themen:
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Glaube
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Mittelalterliche Philosophie
-
Gesetz (religiöses)
-
Gnade Gottes
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Gerechtigkeit (im religiösen Sinn)