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Philosophische Zitate aus Antike und Mittelalter

Unbekannt: Koran Sure 23, Vers 91/92

Original:

Dezidiert betont wird im Koran häufig die absolute Einzigkeit Gottes
ما اتّجذ الّه من ولد وما كان معه من اله’ إدا لدهب كل اله بما جاق ولعلا بعضهم عللى بعض.


Quelle: Unbekannt: Koran Sure 23, Vers 91/92.
Edition: Kairiner Koranausgabe (1924)

Auslegung:

Ein besonderes Anliegen ist im Islam die Betonung der Einheit und Einzigkeit Gottes (vgl. auch Zitat Nummer 832), die insbesondere gegenüber einem nur scheinbaren Monotheismus wie der christlichen Trinitätslehre abgegrenzt werden soll. Gegen die Lehre, Jesus sei Gottes Sohn, richtet sich möglicherweise die Bemerkung, dass sich Gott keine Kinder zulegt. Möglich ist aber auch, dies als Kritik an heidnischen Göttergenealogien zu lesen. Allerdings rechnet das Zitat, ähnlich wie Texte aus dem biblischen Alten Testament (vgl. Zitat Nummer 832), durchaus noch mit der möglichen Existenz mehrerer Götter. Das Gegenargument dazu läuft darauf hinaus, dass ansonsten auch andere Götter Gehorsam von Teilen der Menschen verlangt hätten. Aus der Perspektive des Zitats scheint dies zu fehlender Ordnung zu führen.

Themen:

  • Judentum und Islam
  • Allmacht Gottes
  • Gott
  • Monotheismus

Allah hat sich keine Kinder zugelegt und es gibt keinen Gott außer ihm. Sonst hätte jeder Gott für sich beansprucht, was er erschaffen hatte, und einer hätte sich über den anderen erhoben.


Übersetzer: Henning/Hofmann