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Philosophische Zitate aus Antike und Mittelalter

Unbekannt: Koran Sure 56, Verse 77-79 bzw. 78-80

Original:

Im Koran finden sich Hinweise darauf, dass der wahre Koran nicht materiell ist
إنّه القران كريم في كِتَب مكنون لا يمسّه ألا المطهرون.


Quelle: Unbekannt: Koran Sure 56, Verse 77-79 bzw. 78-80.
Edition: Kairiner Koranausgabe (1924)

Auslegung:

Dieses Zitat ist eines von mehreren Koranzitaten, das die besondere Rolle des Korans unter allen Büchern betont (vgl. Zitat Nummer 828). Hier wird nicht nur die besondere Ehrwürdigkeit des Korans betont, sondern insbesondere seine Wohlverwahrtheit. Dieser Vers wird gerne auf die Existenz des Korans bei Gott bezogen, von wo er zu den Menschen heruntergesandt worden sei (vgl. Zitat Nummer 828). Damit scheint dem Koran eine ewige Existenz bei Gott zugeschrieben, was einige schwierige Fragen nach sich zieht: Ist der Koran von Gott geschaffen worden? Ist er eine ewige Sache, die neben Gott besteht? Wie verhält sich der himmlische Koran zu den geschriebenen Koranen auf der Welt? Alle diese Fragen sind von islamischen Denkern in anregender Weise diskutiert worden.

Themen:

  • Judentum und Islam
  • Buch/Bücher
  • Judentum und Philosophie
  • Koran

Dies ist gewiss ein ehrwürdiger Koran, [die Urschrift ist] in einem wohlverwahrten Buch. Nur die reinen können es berühren.


Übersetzer: Henning/Hofmann