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Philosophische Zitate aus Antike und Mittelalter

Bibel, Neues Testament (Autor unbekannt): Evangelium nach Markus 14, 34-36

Original:

Das Markusevangelium (um 60 n. Chr.) berichtet über Christi Ängste vor seinem Tod
καὶ λέγει αὐτοῖς· περίλυπός ἐστιν ἡ ψυχή μου ἕως θανάτου· μείνατε ὧδε καὶ γρηγορεῖτε. καὶ προελθὼν μικρὸν ἔπιπτεν ἐπὶ τῆς γῆς καὶ προσηύχετο ἵνα εἰ δυνατόν ἐστιν παρέλθῃ ἀπ᾿ αὐτοῦ ἡ ὥρα, καὶ ἔλεγεν αββα ὁ πατήρ, πάντα δυνατά σοι· παρένεγκε τὸ ποτήριον τοῦτο ἀπ᾿ ἐμοῦ· ἀλλ᾿ οὐ τί ἐγὼ θέλω ἀλλὰ τί σύ. καὶ ἔρχεται καὶ εὑρίσκει αὐτοὺς καθεύδοντας.

Quelle: Bibel, Neues Testament (Autor unbekannt): Evangelium nach Markus /εὐαγγέλιον κατὰ Μάρκον /Evangelium Marci (Mc) 14, 34-36.
Edition: Novum testamentum Graece. Begründet von E. und E. Nestle. Heraugegeben von B. und K. Aland / J. Karavidopoulos / C. M. Martini / B. M. Metzger, 28. revidierte Auflage, Stuttgart 2012 (griech.).

Auslegung:

Dieser Textauszug, der als die Szene im Garten Gethsemane bekannt ist, schildert die Angst Jesu vor seinem Tod. Jesus wird hier als Mensch dargestellt, der sich vor dem Tod ängstigt, den er bereits vorhersieht. Durch diesen Vorausblick auf den eigenen Tod wird das herausragende Wesen Jesu als Gottessohn deutlich, während er in seiner Angst als Mensch erscheint. Als solcher betet er darum, dass der Tod an ihm vorübergehen möge, zeigt aber zugleich, wie Maria bei der Verkündigung (Zitat Nummer 55), die Bereitschaft seine Aufgabe im Erlösungswerk Gottes, nämlich das erlösende Sterben, auf sich zu nehmen. Insofern erscheint er als vorbildlicher Mensch. Jesu Verlassenheit wird auch daran deutlich, dass seine Freunde, die Apostel, ihm in seiner Not nicht beistehen, sondern schlafen. Damit wird die Schwäche des Menschen betont, da man sich auch auf die eigenen Freunde nicht verlassen kann und alle Hoffnung bei Gott liegt.

Themen:

  • Tod und Sterben
  • Gebet
  • Jesus Christus
  • Sorge(n)
  • Tod
  • Angst/Furcht

Und Jesus sprach zu ihnen [seinen Schülern Petrus, Johannes und Jakobus]: "Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hier und wachet!" Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge, und sprach: "Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst." Und er kam und fand sie schlafend.


Übersetzer: Lutherbibel (revidiert 1984)