Original:
Das Markusevangelium schildert den Tod Jesu Christi
καὶ τῇ ἐνάτῃ ὥρᾳ ἐβόησεν ὁ Ἰησοῦς φωνῇ μεγάλῃ· ,ελωι ελωι λεμα σαβαχθανι‘ ὅ ἐστιν μεθερμηνευόμενον· ὁ θεὸς μου ὁ θεὸς μου, εἰς τί ἐγκατέλιπές με; καὶ τινες τῶν παρεστηκότων ἀκούσαντες ἔλεγον· ἴδε Ἠλίαν φωνεῖ. δραμὼν δέ τις γεμίσας σπόγγον ὄξους περιθεὶς καλάμῳ ἐπότιζεν αὐτὸν λέγων· ἄφετε ἴδωμεν εἰ ἔρχεται Ἠλίας καθελεῖν αὐτόν. ὁ δὲ Ἰησοῦς ἀφεὶς φωνὴν μεγάλην ἐξέπνευσεν.
Quelle:
Bibel, Neues Testament (Autor unbekannt):
Evangelium nach Markus
/
εὐαγγέλιον κατὰ Μάρκον
/
Evangelium Marci
(
Mc)
15, 34-38.
Edition: Novum testamentum Graece. Begründet von E. und E. Nestle. Heraugegeben von B. und K. Aland / J. Karavidopoulos / C. M. Martini / B. M. Metzger, 28. revidierte Auflage, Stuttgart 2012 (griech.).
Auslegung:
Dieser Text ist ein kurzer Ausschnitt aus dem Bericht über den Tod Jesu Christi im ältesten
Evangelium, dem
Evangelium nach Markus. Der Auszug setzt voraus, dass Jesus bereits zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde. Der Text bemüht sich um Authentizität, indem er innerhalb des Griechisch geschriebenen
Evangelium einen Ausspruch Jesu in dessen aramäischer Muttersprache zitiert. Die Umstehenden verstehen Jesus jedoch nicht und verspotten ihn, bevor er stirbt. Jesu Tod wird also in all der Erniedrigung dargestellt, der ihn begleitete, so dass sowohl die Isolierung Verurteilter als auch die Leidenssituation des Sterbens angesprochen werden. Kulturhistorisch ergibt sich so ein Unterschied zum Tod des Sokrates, den Platon als eine Art vorbildliches, glückliches Sterben schildert (Zitat Nummer 726).
Themen:
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Tod und Sterben
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Jesus Christus
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Tod