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Philosophische Zitate aus Antike und Mittelalter

Thema: Kommentar/Kommentierung

3 Zitate zu diesem Thema im Zitatenschatz:

  • Simplikios: Aristoteles Physik Kommentar (In Aristotelis Physica commentaria) (p. 1249, 12-17)

    Der neuplatonische Aristoteles-Kommentator Simplikios formuliert Prinzipien für die Etablierung der Harmonie zwischen Platon und Aristoteles
    Folglich besteht der Unterschied zwischen den Philosophen jetzt, wie in den meisten anderen Fällen, nicht in der Sache, sondern nur in der Benennung. Die Ursache dafür ist, glaube ich, häufig, dass Aristoteles den alltäglichen Wortgebrauch bewahren und die Beweise im Ausgang von dem in sinnlicher Wahrnehmung Klaren ausgehend formulieren möchte, während Platon diese häufig geringschätzt, und leichter Hand zur geistigen Betrachtung aufsteigt.
  • Peter Abaelard: Logica ,Ingredientibus‘ zur Eisagoge (p. 2 Geyer)

    Peter Abaelard (1079-1142) über den Aufbau der Logik
    Beim Schreiben einer Logik ist die folgende Anordnung notwendig: Weil Argumentationen aus Aussagesätzen bestehen und Aussagesätze aus Aussagen, muss der, der auf vollkommene Weise eine Logik schreibt, zuerst über einfache Aussagen, dann über Aussagesätze schreiben und zuletzt bei den Argumentationen das Ziel der Logik vollenden.
  • Peter Abaelard: Römerbriefkommentar (Abaelard) II (p. 207f. Buytaert)

    Peter Abaelard über die natürliche Gesetzgebung der Vernunft
    Paulus (Römer 7) sagt nicht einfach "nicht ich tue das", sondern er sagt "nicht ich, sondern die Sünde", was besagen will: Ich werde dazu nicht aus der Natur, sondern aus einem Laster der Natur, das sie schon beherrscht gezogen, aber aus der Natur, durch die ich von Gott vernünftig geschaffen bin, widerstrebe ich der Begierde. [...] Dieses "Gesetz" der Begierde nenne ich ,widerstrebend‘, d.h. entgegengesetzt zu, dem natürlichen "Gesetz meines Geistes", d.h. der Vernunft, die mich gleichsam wie ein Gesetz regieren muss.