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Philosophische Zitate aus Antike und Mittelalter

Thema: Notwendigkeit (von Schlüssen)

2 Zitate zu diesem Thema im Zitatenschatz:

  • Ibn Sīnā (Avicenna): Hinweise und Ermahnungen 7.1 (p. 65 Forget)

    Ibn Sīnā erklärt, was einen wissenschaftlichen Syllogismus ausmacht, und unterscheidet zwischen gültigen und wahren Schlüssen
    Und was den Syllogismus angeht, so ist er das Hauptsächliche. Und er ist eine aus Aussagen zusammengeführte Aussage, aus der, wenn die Aussagesätze, die in sie eingebracht werden, zutreffend sind, in sich selbst auf notwendige Weise eine andere Aussage folgt. […] Und das, was sich aus den Prämissen auf die Weise ergibt, die wir dargestellt haben, so dass sich aus ihr auf notwendige Weise dieses Resultat ergibt, das ist der Syllogismus. Und dass die Aussagesätze zutreffend sind, ist nicht dafür erforderlich, dass [formal] ein [gültiger] Syllogismus entsteht, sondern es ist dafür erforderlich, dass aus den Aussagesätzen, insoweit sie zutreffend sind, auf notwendige Weise eine andere Aussage folgt.
  • Peter Abaelard: Theologia ,Scholarium‘ (Theologia ,Scholarium‘) III 15

    Peter Abaelard wendet sich mit wahrscheinlichen Argumenten an seine Zuhörer
    Damit sind, denke ich, genug Gründe angeführt, um die ausgezeichnete Einzigkeit der Gottheit darzulegen. Ich meine, ihnen wird auch leicht jeder Gute zustimmen, der ohne Neid auf jemand die größte Freude an der Empfehlung aller Dinge hat. Wir stützen uns aber eher auf moralisch einleuchtende als auf notwendige Gründe, weil bei den Guten immer das vorzüglich festgehalten wird, das mehr aus moralischem Einleuchten empfohlen wird, und der Vernunftgrund immer stärker ist, der eher zur moralischen Einsicht als zur Notwendigkeit neigt, zumal das, was moralisch einleuchtend ist, durch sich selbst gefällt und uns sofort mit einer bestimmten, ihm eigenen Kraft zu sich hinzieht.