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Philosophische Zitate aus Antike und Mittelalter

Thema: Jesus Christus

7 Zitate zu diesem Thema im Zitatenschatz:

  • Bibel, Neues Testament (Autor unbekannt): Evangelium nach Lukas (evangelium secundum lucam) 1, 37f. 45

    Die Botschaft des Engels, dass Christus geboren werden soll, ist eine Schlüsselszene für das Christentum
    Erzengel Gabriel: „Ein jedes Wort ist von Gott her nicht unmöglich.“
    Maria sprach: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach Deinem Wort [...]. Selig, die geglaubt hat.“
  • Bibel, Neues Testament (Autor unbekannt): Evangelium nach Matthäus (evangelium secundum mattheum) 17, 20

    Eine programmatische Aussage Jesu zum Glauben
    Denn, amen, ich sage Euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, dann werdet ihr diesem Berg sagen: Rücke von hier weg dorthin, und er wird wegrücken. Und nichts wird Euch unmöglich sein.
  • Bibel, Neues Testament (Autor unbekannt): Evangelium nach Johannes (euangelion kata Iōannēn) 20, 24-29

    Das <i>Johannesevangelium</i> (vermutlich ca. 90/100 n. Chr.) erzählt die Geschichte vom ,ungläubigen Thomas‘ als Ermahnung zum Glauben
    Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sagten die anderen Schüler zu ihm: "Wir haben den Herrn gesehen." Er aber sprach zu ihnen: "Wenn ich nicht an seinen Händen die Male der Nägel sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich das nicht." Und nach acht Tagen waren seine Schüler abermals drinnen versammelt, und Thomas war bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und stellt sich in die Mitte und sagte: "Friede sei mit euch." Danach spricht er zu Thomas: "Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: "Mein Herr und mein Gott." Da spricht Jesus zu ihm: "Weil du mich gesehen hast, Thomas, glaubst du. Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben."
  • Bibel, Neues Testament (Autor unbekannt): Evangelium nach Johannes (euangelion kata Iōannēn) 8, 31-34

    Jesus Christus lehrt nach dem <i>Johannesevangelium</i> die wahre Freiheit
    [1] Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: "Wenn ihr bleiben werdet in meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen."
    [2] Da antworteten sie ihm: "Wir sind Abrahams Kinder und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst du dann: Ihr sollt frei werden?" Jesus antwortete ihnen und sprach: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. […] Wenn euch also der Sohn befreit, so seid ihr wirklich frei."
  • Bibel, Neues Testament (Autor unbekannt): Evangelium nach Markus (Evangelium Marci) 15, 34-38

    Das <i>Markusevangelium</i> schildert den Tod Jesu Christi
    Und zu der neunten Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: "Eli, Eli, lema sabachtani", das heißt übersetzt: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Und einige, die dabeistanden, sprachen, als sie das hörten: "Siehe, er ruft den Elija." Da lief einer, füllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr, gab ihm zu trinken und sprach: "Lasst uns doch sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt." Aber Jesus schrie mit lauter Stimme auf und verschied.
  • Bibel, Neues Testament (Autor unbekannt): Evangelium nach Markus (Evangelium Marci) 14, 34-36

    Das <i>Markusevangelium</i> (um 60 n. Chr.) berichtet über Christi Ängste vor seinem Tod
    Und Jesus sprach zu ihnen [seinen Schülern Petrus, Johannes und Jakobus]: "Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibet hier und wachet!" Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge, und sprach: "Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst." Und er kam und fand sie schlafend.
  • Peter Abaelard: Ethica (Ethica ) I § 37 (p. 56. 58 Luscombe)

    Abaelard über die Gewissensfreiheit der Verfolger Christi
    Nehmen wir an, jemand fragt, ob die Verfolger der Märtyrer oder Christi in demjenigen sündigten, wovon sie glaubten, es gefalle Gott, oder fragt, ob sie dies ohne Sünde hätten unterlassen können, wovon sie meinten, es dürfe auf keinen Fall unterlassen werden. Dem gemäß, was wir vorher als Beschreibung der Sünde angegeben haben – sie bestehe in einer Missachtung Gottes oder darin, dem zuzustimmen, wovon man glaubt, ihm dürfe nicht zugestimmt werden – können wir bestimmt nicht sagen, sie hätten hierin gesündigt, noch auch, dass die Unkenntnis von irgendetwas oder sogar der Unglaube in sich eine Sünde sei. Denn diejenigen, die Christus nicht kennen und den christlichen Glauben deswegen zurückweisen, weil sie glauben, er sei gottwidrig – welche Missachtung Gottes haben sie in demjenigen, was sie wegen Gott tun und wovon sie deswegen meinen, sie würden gut handeln? Zumal ja der Apostel sagt "Wenn unser Herz uns nicht tadelt, dann haben wir Vertrauen bei Gott" (1. Johannesbrief 3, 21), so als ob er sagen wollte: Wo wir uns gegenüber unserem Gewissen nichts herausnehmen, da fürchten wir uns umsonst davor, vor Gott als Angeklagte wegen einer Schuld hingestellt zu werden.